The Stranger

When I was little one of my plans was that I wanted to write a novel with reference to The Stranger about a guy who goes to the US and deliberately kills someone just to get sentenced to death, and executed. I did not completely figure out the meaning revolving around this archaic idea back then, maybe there was an uneasiness that Camus is superficial and does not work on the last layer, the terminal layer of all things (and ideed, the last, terminal layer of all things and of all vision is NOT the absurd but is to directly gaze into the chaosmos and amalgamate with the chaosmos). Well, later in the Book of Strange and Unproductive Thinking I came to think about it again and finally did it.

(Maybe the philosophical associative chain would go like this: The Stranger is hollowman establishing some perspective on man, although there is some stringency to his acts they lack cohesion and are weak and confuse; whereas the Hyper Stranger who deliberately goes to the US to kill someone to have himself killed would be a hollowman who establishes a plateau, his own territory, his own island, therefore become more, and actually, autonomous in contrast to the Stranger, who is not (it is just that his true essence is revealed in the end, if I remember that correctly). Thinking along these lines I wonder about the possibility of the Ultra Stranger, and what he might do, The Ultra Stranger! That the Ultra Stranger is now going to haunt my mind and I would have to examine the Ultra Stranger comes as a mixed blessing, it will distract me from my three dozen other intellectual projects which are worked through in my head at the moment, and every day an additional one seems to come around, yet finally it will make my network more dense, glorious and adapted to the last, the terminal layer of reality, and as far as I can see there is no other possibility to achieve that. Btw when I think of Camus the message of his books actually is that human relations ARE meaningful and it is the concept of the absurd which is the delusion. Existentialism is inevitable, but nihilism is not, it is, eventually, a personal choice, or a personal failure, When I tried it with philosophy as a teenager my first contact was Sartre, I found it, both as literature and as philosophy, interesting, but unsatisfying, somehow simple, simplistic, and ultimately untrue. Before that, when I was 15 years old, I wrote a manifesto for a global movement to overcome all problems, it was born out of a joke but also reached into the serious, years later I realized that I was actually outlining an approach for a Theory of Everything in search for a deep structure behind mathematics, economics, the human realm, and being in general. The core message was that every entitiy, whether virtual, platonic or actual, embodies a certain quality named Fucking Scrambled Eggs (referring to an insider joke between me and some friends of mine at that time), this is the deep structure of all reality and shows how everything is connected. In order to actually understand that you of course first have to trespass Sartre, Camus, the absurd, and some other things lol)

strangercamus

Philip Hautmann „Sugar Bill (was für ein Name, der ja absolut nicht passt und in keiner Weise adäquat ist) kauft sich ein Ticket nach Amerika, dieses verrückte Land, bringt dort einen um, lässt sich verhaften, zum Tod verurteilen und hinrichten, der verrückte Kerl. Das war die ganze Geschichte, damit ist mir ein noch größerer existenzieller Luftikus gelungen als Camus` Fremder, aber wie gesagt, die Geschichte ist schon wieder aus, Sugar Bill bereits bei seinen Ahnen, von denen er sich gleich nach seiner Geburt bereits so weit entfremdet hatte, dass keine Behörde dieser verrückten Welt ihn irgendwie über deren Begräbnistermine hätte in Kenntnis setzen können, also hat meine Geschichte, verglichen zu der von Camus, nicht einmal einen Anfang.“ (S. 57)

Stephen Faust Those turning points, those interstitial layers, where gestalt gives over to a new Order of things, oft give the lie to what seems so profound and underlying of all. Simply to appeal to a bottom line is not to draw the whole map, nor pointing to a handful of dirt creates the moon anew.

Russland

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„Tolstoi ist durchaus ein großer Verstand, „ auf-
geklärt“ und „sozial gesinnt“. Alles was er um sich sieht, nimmt
die späte, großstädtische und westliche Form eines Problems an.
Dostojewski weiß gar nicht, was Probleme sind …
(Tolstoi) gehört irgendwie zu Marx, Ibsen und Zola. Seine Werke sind nicht Evangelien, sondern späte, geistige Literatur.
Dostojewski gehört zu niemand, wenn nicht zu den Aposteln des Urchristentums. Seine „Dämonen“ waren
in der russischen Intelligenz als konservativ verschrien. Aber
Dostojewski sieht diese Konflikte gar nicht. Für ihn ist zwischen
konservativ und revolutionär überhaupt kein Unterschied: beides
ist westlich. Eine solche Seele sieht über alles Soziale hinweg.
Die Dinge dieser Welt erscheinen ihr so unbedeutend, daß sie
auf ihre Verbesserung keinen Wert legt. Keine echte Religion
will die Welt der Tatsachen verbessern. Dostojewski wie jeder
Urrusse bemerkt sie gar nicht; sie leben in einer zweiten, meta-
physischen, die jenseits der ersten liegt. Was hat die Qual einer
Seele mit dem Kommunismus zu tun? Eine Religion, die bei Sozial-
problemen angelangt ist, hat aufgehört, Religion zu sein. Dostojewski aber lebt schon in der Wirklichkeit einer unmittelbar bevorstehenden religiösen Schöpfung. Sein Aljoscha ist dem Verständnis aller literarischen Kritik,
auch der russischen, entzogen; sein Christus,
den er immer schreiben wollte, wäre ein echtes Evangelium ge-
worden wie jene des Urchristentums, die gänzlich außerhalb aller
antiken und jüdischen Literaturformen stehen. Aber Tolstoi ist
ein Meister des westlichen Romans — Anna Karenina wird von
keinem zweiten auch nur entfernt erreicht — , ganz wie er auch
in seinem Bauernkittel ein Mann der Gesellschaft ist, Anfang und Ende stoßen hier zusammen. Dostojewski ist ein Heiliger, Tolstoi ist nur ein Revolutionär.
Das Christentum Tolstois war ein Mißverständnis. Er sprach von Christus und meinte Marx. Dem Christentum Dostojewskis gehört das nächste Jahrtausend“.

Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, II., S. 235ff

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Philip Hautmann Tolstoi, Krieg und Frieden, habe ich als Jüngling mal zu lesen versucht, habe aber auf Seite 400 oder so damit wieder aufgehört, weil mir das Aristokratengeschwätz nach dieser Weile zu sehr auf die Nerven gegangen ist. Anna Karenina habe ich nur als Film gesehen, aber ich habe mit diesen unwichtigen Charakteren und jenen unwichtigen Problemen, die da vorgeführt werden, nicht wirklich was anfangen können. Freilich mag die Leistung Tolstois darin liegen, die tiefe Ernsthaftigkeit unwichtiger menschlicher Probleme darzustellen, sicherlich liegt sie darin, und ich werde ihn irgendwann mal genauer lesen; aber bei Dostojewski hat man halt mal die tiefschürfendsten Probleme und selbst die siebte Nebenfigur von hinten links präsentiert sich uns in einem rätselhaften Leuchten, während bei Tolstoi einen alle auf uncoole Weise nerven bzw. ihr fahles Licht über uns werfen. Und so hat man bei Dostojewski den tiefen inneren Zusammenhang und Zusammenhalt der Welt; bei Shakespeare hingegen die Vorführung von lauter vollkommen unwichtigen Problemen, zufällige Wellenkräuselungen dort, wo das Flüssige das Feste zu berühren versucht, und die dann wieder verschwinden, ohne irgendwas zu hinterlassen; Probleme, die daraus entstehen und darin wieder vergehen, dass die Menschen zu dumm sind, um authentisch miteinander zu kommunizieren, oder aber halt zu brutal, als Stücke auf einer Bühne, die aber nicht die Bühne der Welt ist. In den Sonetten war Shakespeare zutiefst spirituell, insgesamt aber eben so, als wie wenn die Welt und die Überwelt getrennte Sphären wären, zwischen denen keine eigentliche Kommunikation möglich ist, und so zerfällt das eine in Sinnlosigkeit und auch das andere, und, wie ich bereits einmal erwähnt habe, kann ich mit den Sonetten von Shakespeare nur bedingt was anfangen, vielleicht eben auch deswegen. Bei Dostojewski hingegen hat man das Aufgehen des Personalen in der Welt, im Transpersonalen; auch wenn Raskolnikow mit seinem ursprünglichen Approach nicht völlig unrecht hat und die Brüder Karamasow zu Unrecht verurteilt werden, ist die Läuterung, durch die sie hindurchgehen, das, was sie tatsächlich personalisiert und letztendlich bedeutsam macht. Einer hat mal gemeint, Dostojewski sei der größte Schriftsteller der Neuzeit, ein anderer hält Shakespeare dafür; man kann natürlich einräumen, Shakespeare war ein Engländer in der Dämmerung der Neuzeit und konnte daher nicht die Vollständigkeit und Reife aufweisen wie Dostojewski als Russe des 19. Jahrhunderts, aber Giganten wie Shakespeare und Dostojewski erheben sich über Zeit und Raum und haben auch ihren Ursprung nicht dort, sondern im Hyperraum und in der Zeitlosigkeit, und was sie uns präsentieren, sind sie in ihrem vollständig verwirklichten Potenzial; ja, es erscheint schwierig, genau zu ermitteln, wie das Zeitliche in das Zeitlose hineinreicht und sich gegenseitig durchdringt, der Scherz mit der Herangehensweise vom Tod des Autors aber auf jeden Fall hat bereits wieder das Zeitliche gesegnet, er war zwar, im geistesgeschichtlichen Verlauf, notwendig, aber irrelevant.

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Ein Schriftsteller muss spirituell sein, sonst wird das niemals wirklich was; und wenn er eine einigermaßen mieselsüchtige Weltsicht hat, wie Kafka oder Beckett, so waren Kafka und Beckett als Personen spirituell und in ihrem Verhalten ihren Mitmenschen gegenüber, so wie Wittgenstein als Existenzphilosoph keine ethischen Sätze aufgestellt hat, da das logisch nicht möglich ist, aber eben ethisch gelebt hat und so eben etwas objektiviert hat und ein Beispiel gegeben hat, und so ist die Art, wie Kafka, Beckett und Wittgenstein ihr Leben gelebt haben ebenso bedeutsam wie ihr Werk. Vielleicht sollte ich in dem Zusammenhang Paul Coelho lesen; dass die Halbintelligenten über ihn lästern und ihn verächtlich machen ist vielleicht ein gutes Zeichen, wenngleich es natürlich auch so sein kann, dass sie damit recht haben und auf den Grund der Sache getaucht und das Wesen der Sache tatsächlich erfasst haben, so wie es bei ihnen ja hin und wieder der Fall sein kann; Spengler ist zwar auch kein vollkommen Intelligenter, aber schon ein deutlich schwierigerer und kapriziöser Fall, da muss man sich schon in was hineinversetzen und sich meditativ versenken, wenn man versuchen will, den Wahrheitsgehalt seiner zahlreichen und mannigfaltigen Aussagen zu bestimmen. Die Lektüre von Khalil Gibran hat mich immer wieder komisch berührt, der Prophet, der Narr und auch der Liebesbriefwechsel zwischen ihm und May Ziada, die er dann seltsamerweise innerhalb von 19 Jahren nie persönlich treffen wollte; wer so anbiedernd schreibt und Prophet sein will, ohne auch nur irgendwelche echten Herausforderungen an die Herde zu stellen, an dem muss irgendwas faul sein. Bhagwan hat einmal ausgeplaudert, Khalil Gibran, der herzerwärmende Dichter, sei, vor allem Frauen gegenüber, cholerisch und unbeherrscht gewesen und habe sie auch geschlagen. Ich weiß ja nicht, ob das stimmt, aber immer wenn ich Gibran gelesen habe, habe ich etwas derartiges vor Augen gehabt und in der Melodie seiner Worte so was wie das Klatschen von Ohrfeigen auf den Gesichtern von Frauen vernommen; ein aufgeblasenes Ego, das dauernd platzt, und ein artifizielles, das sich dann eben immer wieder in derartigen Explosionen entlädt, innerlich hilflos. Ich kann mich natürlich auch irren, aber ich glaube, Khalil Gibran ist keiner, der das Chaos tatsächlich beherrscht und einen eisernen Ring schmieden kann, in dem er das Chaos bezwingt, den hochzeitlichen Ring der Ringe, den Ring der Wiederkunft. Dostojewski konnte das, Kafka auch, Beckett auch.

GIF: Der hochzeitliche Ring der Ringe, der Ring der Wiederkunft

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Das seltsame und unproduktive Denken

Das Buch vom seltsamen und unproduktiven Denken wurde in Angriff genommen aus einem Unbehagen an unserer Zeit heraus.

Das Unbehagen unserer Zeit. Das Unbehagen unserer Zeit aber ist das Unbehagen einer jeden Zeit. Das seltsame und unproduktive Denken richtet sich gegen das Unbehagen seiner Zeit und einer jeden Zeit.

Es richtet sich in das Unbekannte, denn nur über unbekannte Wege, die man selbst gehen muss, kann man sich mit dem Ewigen verbinden, und das seltsame und unproduktive Denken trachtet danach, sich mit dem Ewigen zu verbinden.

Die Wege des Zeitalters sind limitiert und eingeschränkt, daher das Unbehagen am Zeitalter. Die Wege des seltsamen und unproduktiven Denkens führen überallhin, wer aber konsequent seltsam und unproduktiv denkt, der gelangt ans Ziel.

Das seltsame und unproduktive Denken ist ganz einfach eine Chiffre für das genuin schöpferische Denken und Handeln, das nach fundamentaleren, gültigeren Lösungen sucht, an den verkürzten Anforderungen des Zeitalters vorbei; sein Ziel ist die Ermöglichung einer Transformation, einer Verwandlung. Durch einen gelungenen Akt des seltsamen und unproduktiven Denkens findet eine Transformation, eine Verwandlung statt, im Hinblick auf ein höheres Ziel.

Das Höchste, was jemand für sich erreichen kann, ist Erleuchtung, Satori, das entsubjektivierte Einswerden mit dem Sein, das reine Aufgehen im Sein. Das Höchste, das jemand für sich und andere erreichen kann, ist das Schaffen von Werten, auf der Grundlage eines sittlichen Ich. Das seltsame und unproduktive Denken ist Alpha und Omega dieses Zirkels.

Seine Wege führen überallhin, wer aber konsequent seltsam und unproduktiv denkt, der gelangt ans Ziel.

Er ist draußen hier; er gibt uns eine Anschauung einer höheren Welt. Ohne diese Anschauung würde diese Welt sofort enden, es wäre das Ende der Zeiten. Nur das Unbehagen bliebe bestehen.

Daher übt euch im seltsamen und unproduktiven Denken, oder wie immer ihr es nennen wollt! Es ist die bessere Hälfte eures Denkens, es macht euch real. Wer seltsam und unproduktiv denkt, lebt.

Neuigkeiten auf der Reise nach Süden

Ich habe vom Ministerium ein Arbeitsstipendium erhalten für mein aktuelles, viertes Buchprojekt, „Die Reise nach Süden“. Da sehen Sie also, wo Ihre Steuergelder hinkommen. Ich habe mich vor einiger Zeit darüber geäußert, dass ich bereits 20 Seiten fertig habe, auf das hinauf und seitdem habe ich weitere Arbeit weitgehend bleiben lassen, um sie demnächst wieder aufzunehmen. Im Folgenden eine Liste von Sätzen oder Konzepten, die ich in die „Reise nach Süden“ einzuarbeiten gedenke:

 

# Wer durch den Traum hindurchgeht, sieht die Vielfalt der Welt

# Deine Reize sind völlig ungekünstelt/FUCK, wie ungekünstelt, ACH, deine Reize (REIZE ?)

# Die Wahrheit: nicht undefinierbar, sondern unendlich

# Aufzählung der Stadtperipherie wie in Jardin de Plantes (S.46)

# Erinnerung: Lösung für die Menschheit finden

# Seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden warst du nicht mehr zuhause! (bereits verwendet, wenn kein Irrtum)

# Gebäude (Gesicht), das aussieht wie Explosion (Säule)

# Wenn ich das Leben von A. erzählen müsste, so müsste ich erzählen, dass es am x.x.xxxx begonnen und am y.y.yyyy geendet hat (das reicht völlig für unsere Zwecke)

# Blofeld: zerschmettert Enigma-Dechiffriermaschine, da sie nichts Neues kann, erzählt man alle Geschichten, die im Universum passieren können, kämen höchstens 35.000 noch dazu, ansonsten schon alles passiert + langweilig

# Traum: Ich wandle in einem dunklen Gang auf dem Schiff, überall geht Licht aus, dann ein Zimmer, wo Leute was zusammenschmieren, zu mir aufblicken (?) und sagen: Wir müssen herausfinden, ob es ein sinnloseres Experiment gibt als dieses (dann finden sie was heraus und jauchzen (und ziehen Augenbrauen hoch), jauchzen also: AAAAAAAAAAH!)

# Mädchen, das es satt hat, ständig Schwänze schlecken und alles schlucken zu müssen; will zur Formel 1, Lemmy erklärt ihr, dort müsse sie auch ständig Schwänze schlecken + schlucken etc.

# BEVÖLKERUNGSSTATISTIKEN – sehr interessant!

# Cornel West: Kafka, die Katastrophe, Durcheinander

# Im LB kommen die schlechten Seiten im Menschen zum Vorschein

# Nordkorea: Langer Vortrag über das Genie zur höheren Ehre des Geliebten Führers + dass das Genie das einzig Magische im Universum

# Zum Schluss werden wir ein Haus haben mir See und Fischen, ein zweites Venedig

# Personen A bis Z sagen laut: Das können wir auch, einen Roman über das Leben schreiben, anschließend Schweigen von A bis Z

# Killerhund, der ständig auftaucht, und ansonsten nichts macht

# „Aber sind das denn hier keine Menschen?“ (der Meister, der sie alle zusammenlaufen lässt, Versammlung, dann kommt man drauf, dass einer aus dem Fenster gesprungen ist, aus V., & löst die Versammlung schon wieder auf (nach Jahrhunderten))

# Yorick, du musst allein lachen (wie Lacan)

# Ekel-Eddy, die Kriminellen, die Libanesen, Cynthia (die Tochter, die Kleid hat), und andere, mit Auto, durch Wüste, beim See, Steine reinschmeißen & dadurch Geld verdienen, Transport-Treck, verlieren Finger, können keine Steine mehr reinschmeißen und ergo vom Hungertod bedroht, kein Einkommen mehr, daher Fahrt nach Swineburg mit dem Metaller

# „Wie sie ihre unselbständigen Gedanken über die von Nietzsche stellen!“

# (Der Alptraum des Philosophen)

# die Straße wird daunenhaft sein unter deinen Füßen

# Die Leute haben geschrien: Arrest him! Auf Englisch, auf Deutsch, auf Spanisch, eine magische Platte in meiner Brust, und der attische Wind blies, ich aber spürte nichts, im Herz, Kreislauf, Leber, weg mit dieser Frau oder ich kastriere mich und werde Mönch

# Ein Philosoph auf der Insel Kabong wirft die Frage auf:

# Urgrund (fond) ist das Unbestimmte, Formlose, gleichzeitig Transzendente

# den guten Kern anrufen

Hermes Phettberg war bei meiner letzten Lesung

… und äußert sich über seinen Blog:

„Ich kam nie zur Ruhe: Am Tag danach, Fr: 11:12:2015, schob mich Sir eze mit dem 57A in die Galerie „Karenina“ nach Wien 1., Opernring 21/2. Stock/Tür 12, zur Lesung der heute unvorstellbar großen Dichterpersönlichkeit PHILIP HAUTMANN.
Er las aus seinen Texten: Erstens: „Yorick. Ein Mensch in
Schwierigkeiten“ (2010), zweitens: „Der uninterpretierbare Traum“ (2015),
drittens: „Das Buch vom seltsamen und unproduktiven Denken“ (2015). Sir
Philip Hautmann’s Hirn thront auf seinem Körper, vollbegossen mit Sperma.
Unvorstellbar, dass soetwas Göttliches heute noch aufblühen kann! Philip
sitzt unter seinem Hirn und schreibt sekundenpenetrant mit, was sich gerade
durch sein Hirn schießt.
Es ist also ein unmittelbarer Prozess in meinem Geist, den ich abbilde, wenn
ich sage: Ich male ein Quadrat. Ich weiß also nicht, was ich tue. Die
anderen da draußen wissen nicht, was ich tue. Sie sehen nur die Wortfläche.
Das Rechteck. Das Quadrat. Es ist gut, dass die nicht wissen, was ich tue.
Es ist gut, dass die nicht sehen können, wie ich aussehe. Ich glaube, wenn
die sehen könnten, wie ich in Wirklichkeit aussehe, verschissen, verkotzt
und Spermakrusten überall, dann wären sie ruiniert.“ (S. 96, „Das Buch vom
seltsamen und unproduktiven Denken“).“

http://www.phettberg.at/gestion.htm

Mearsheimer über den Sinn des Lebens

Er, Mearsheimer, glaube zutiefst daran, dass der Sinn und Zweck der Welt und des Daseins in der Verwirklichung ethischer Prinzipien liege. Was sei der Mensch? Ein eigener Kosmos, in dem sich Raum und Zeit entfalten würden. Raum – das seien die urtümlichen individuellen Anlagen des Menschen; Zeit – das sei der Modus der Entwicklung und Entfaltung dieser Anlagen. Das Ineinandergreifen von Raum und Zeit – das nenne man Seele. Was sei die Seele? Die Seele sei das Medium, in dem das Universum an den Menschen den Appell richte, die individuelle Wahrhaftigkeit zu verwirklichen und zu erlangen. Wie erlange der Mensch Wahrhaftigkeit? Indem er die Schönheit des Universums erkenne. Wie erkenne er die Schönheit des Universums? Indem er sich als Teil des Universums begreife. Wie könne der Mensch Teil des Universums sein? Indem er im Universum wirke. Wie könne der Mensch im Universum wirken? Durch seine Handlungen. Handlungen zögen Folgen nach sich, die den Menschen überdauerten, so wie ein Stein, ins Wasser geworfen, Wellen schlage, die sich rasch und unübersehbar ausbreiteten. Schlechte Handlungen würden schlechte Folgen zeitigen. Gute Handlungen würden gute Folgen zeitigen. Was gute Folgen zeitige, das sei wahrhaftig. Indem er wahrhaftig sei, gehe der Mensch im Universum auf. Indem er im Universum aufgehe, gehe der Mensch im Tod nicht unter. Indem der Mensch im Tod nicht untergehe, lebe er ewig. Das sei der Sinn des Lebens, so Mearsheimer.

(aus Yorick – Ein Mensch in Schwierigkeiten)

Originalversion des Exposés der „Reise nach Süden“, unübersetzt von Herrn Bing

Philip Hautmann
Die Reise nach Süden
Ein Traum
Exposé

Das Projekt ist gedacht als eine künstlerische und intellektuelle Erweiterung und Vertiefung und Intensivierung meiner bisherigen Werke „Yorick – Ein Mensch in Schwierigkeiten“, „Der uninterpretierbare Traum. Die Geschichte von Rompf“ sowie dem „Buch vom seltsamen und unproduktiven Denken“ (erschienen bei Traum Wien 2010/15/15). Gemäß der Idee, dass der, der durch den Traum hindurchgeht, die Vielfalt der Welt sieht bzw. des Konzepts von der „Durchquerung des Phantasmas“ handelt es sich hier um die Beschreibung eines Traumes (bzw. eine Durchmessung des eigenen Kreativitätsfeldes, auf dem die Inhalte frei flottieren). Das erscheint mir als eine Möglichkeit, literarisch innovativ zu sein bzw. dem Dargestellten magischen Glanz zu verleihen. Der Traum beginnt, indem ein Schriftsteller-Philosoph von einem Unbekannten („in niederem Gewande“) gebeten wird, in den Süden der Stadt zu gehen, zur schrecklichen Siedlung, wo die „letzten Menschen“ (Nietzsche) wohnen, die „von Kultur und Geist nichts mehr wissen“, wo es keine Grundsatzkonflikte mehr gibt, kein metaphysischer Abgrund mehr sich auftut, ewiger Tag herrscht, und nichts Interessantes mehr passiert (als Ausdruck unseres Zeitalters), und dort „das Wort“ zu predigen. Der Schriftsteller-Philosoph macht sich, nach einigem Widerstreben, auf den Weg, geht aber auf der Wiener Straße, auf der sich ein Großteil der ganzen Ereignisfolge abspielt, meistens in die falsche Richtung, trifft dort aber auf allerhand interessante Figuren wie die Sufi Ayaan, die in ihren Aphorismen ewige Werte wiederaufleben lässt und ihrerseits in ihren Träumen sieht, dass sie schließlich eine große Prophetin werden wird; auf die quirlige E. Brazolin; auf die Andere Brasilianerin; auf den Bruder von Ayaan, der noch viel intelligenter ist, einen vermuteten IQ von 180 hat und dabei eine der exzentrischsten wie gleichzeitig rationalsten Personen ist, die man sich vorstellen kann, weit jenseits dessen, was allgemein unter Menschen bekannt ist; und auf diese und jene anderen mehr, abgesehen davon, dass sich die Figuren auch immer wieder wandeln und transformieren; abgesehen davon verschlägt es den Helden auch nach Nordkorea, wo er, mit Bedacht auf den Großen Führer, eine Rede über das Genie hält, und möglicherweise auch an andere Orte, je nachdem, wie der Traum sich entwickelt, was eben für notwendig erscheint, oder was eben für den Moment nicht notwendig erscheint und gerade deshalb gut in den Traum passt, insofern es zunächst nicht offensichtlich in den Traum passt. Allgemein sind die Vorkommnisse und Dialoge manchmal rational, mal nicht, meistens beides; Traumsequenzen innerhalb des Traums schleichen sich ein, etc. Es wird dabei alles Mögliche erörtert, vor allen Dingen, was für ein „Wort“ man den letzten Menschen eigentlich vermitteln soll (d.h. welche Werte ewig sind). Die ganze Vision gleicht dem Chaosmos (dem „Durcheinander“ von allem), gemäß meiner Ansicht, dass das innerste Geheimnis der Kunst darin besteht, direkt in den Chaosmos zu blicken. Der Titel „Die Reise nach Süden“ ist eine Anlehnung an „Die Reise nach Westen“, einen der vier klassischen Romane Chinas.

Outline of the forthcoming book, „A Journey To The South“, translated by Mr Bing

I sent an outline of my forthcoming book to my respected friend Ayaan, and that is what the translation by Bing made out of it:

My friend included me and my brother in his new novel:

The project is intended to be a artistic and intellectual expansion and deepening and strengthening my previous works „Yorick – a man in difficulty“, „The uninterpretierbare dream. The history of Rompf“ as well as the „Book of strange and unproductive thinking“ (published by dream Vienna 2010/15/ 15). In accordance with the idea that, by the dream of the passes, the diversity of the world or of the concept of the „crossing of the idea relating more broadly“ here it is the description of a dream (or a Durchmessung of the own Kreativitatsfeldes, free content flottieren). I think that this is a possibility, to be innovative and/or the literary magic shine. The dream begins by a writer and philosopher of an unknown ( „at the low side has undergone a facelift“) is asked, in the south of the city, to go to terrible settlement, where the „last man“ (Nietzsche) live, the „spirit of culture and know nothing about“, where there are no conflicts, no more metaphysical abyss more opens up, eternal day, and there is nothing more interesting happens (as an expression of our age), and „the Word“ to preach. The writer and philosopher, after some reluctance, on the way, but on the Vienna Road, on which a large proportion of the whole sequence is playing, for the most part in the wrong direction, but there is all sorts interesting characters such as the Sufi Ayaan, the eternal values in their aphorisms and revive themselves in their dreams sees that you will finally be a great prophetess; on the lively E. Brazolin; on the other Brazilian woman; on the brother of Ayaan, the still is much more intelligent, a suspected IQ of 180 and has the same time seems to be one of the most eccentric people who you can imagine, far beyond what is known among people in general; and on this and those other more, apart from the fact that the characters always convert and transform; apart from the fact the hero also to North Korea, where he, with care to the great leader, a speech about the genius, and perhaps also to other places, depending on how the dream is developed, which is simply for appears to be necessary, or what else does not seem necessary for the moment and good precisely in the Dream fits, in so far as it fits not immediately apparent in the dream. In general, the events and dialogs sometimes rational, sometimes not, in most cases both creep; dream sequences within the dream, etc. It will be doing everything possible, discussed above all, what a „word“ you are on the last people to actually convey (i.e. what values are eternal). The whole vision is similar to the Chaosmos (the „chaos“ of all things), in accordance with my view that the innermost mystery of art is to look directly into the Chaosmos. The title „The journey to the south“ is a reference to „the journey to the West“, one of the four classical novels China.

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