Der Barbier von Sevilla

Rossini ist der Yorick unter den Opernkomponisten und Der Barbier von Sevilla ein vollendetes komisches Meisterwerk wie der Goldrausch von Chaplin oder das Satyricon vom Arbiter, seine Musik ist heiterer und unbeschwerter als die von Motörhead (wenngleich sie freilich nicht ganz deren kämpferische Energie hat). Da es, außer evtl dem Don Giovanni, keine vollendeten Meisterwerke in der Oper gibt, steht somit in einem gewissen Sinn der Barbier von Sevilla über allen anderen Opern.

Estoy muy conmovido

Drei große Fragen des Menschen: Was soll ich tun? Was kann ich machen? Wo gehe ich hin? Will ich also mit Raja in die Monet-Ausstellung in der Albertina. Wir sind spät dran, da sie in ein paar Tagen ausläuft, wollen also unter Woche zu Mittag, in Erwartung, dass es dann vergleichsweise ruhig ist, dort hin. Vierte große Frage des Menschen: Was muss ich sehen? Eine unglaublich lange Schlange vor der Albertina, an Leuten, die weit über die gewaltige, allmächtige Treppe hinausreicht, bis hinter den Eingang zum Filmmuseum! Ich blieb dort eine Weile wie angewurzelt stehen, weil ich es kaum glauben konnte und mich vergewissern wollte, dass es sich dabei um keine optische Täuschung oder Fata Morgana handelt – aber es war dem tatsächlich so: die Schlange war ganz real. Und weg die Puste; also sind wir stattdessen in den Tirolerhof gegangen. Immer wieder die Menschheit! Stehen sie also in einer langen Schlange, wie die Blöden, nur damit sie sich im ebenfalls völlig überfüllten Museum beinahe über den Haufen laufen und sich in die Kunst ja nicht einmal im gewöhnlichen Maßstab, also dass man im Museum an den Bildern eher gemütlich vorbeiläuft, vertiefen und diese genießen können; und das in einer schneidenden, unangenehmen Kälte – und wenn dann einer wie van Gogh oder Nietzsche oder ich daherkommt, die also was machen von einer strahlenden, extrem auffälligen Schönheit und Intelligenz, dann kann man es ihnen täglich aufs Aug kleben, kostenlos und unschuldig, und es interessiert sie nicht und sie beachten es kaum! Ich weiß jetzt nicht, wie das bei Monet war, womöglich ähnlich. Was soll man sich für einen Reim darauf machen – es geht nicht, denn es reimt sich nicht. Das Dasein reimt sich halt in etlichen Aspekten nicht, ist eben dort und da nicht lyrisch oder episch, sondern prosaisch. Was macht man aber in einem solchen Fall? Versuchen, ihn anders zu betrachten! Sie stehen also Schlange, in schneidender Kälte, vielfach Touristen, zu den Feiertagen um den Jahreswechsel. Sie können oder wollen dort nicht weg, nicht ausbrechen – Herdenverhalten (oder so). Eigenartig auch immer, wie vor dem Würstelstand bei der Oper und Albertina stets eine Schlange von Menschen steht, damit sie eine ganz gewöhnliche Bosna bekommen, obwohl das ja an jeder Straßenecke möglich ist (und zwar genauso möglich). Da stehen sie also, bei Wind und Wetter, in einer langen Schlange vor einem Würstelstand und vor einer Kunstausstellung. Und wenn einer wie van Gogh oder Nietzsche oder — aber naja. – Wie bleibt womöglich der Verstand stehen, schmilzt aber das Herz jetzt, wenn ich mir vergegenwärtige, was sie alles auf sich nehmen: eine Stunde oder mehr in der scheidenden Kälte stehen um dann in einem völlig überlaufenen Museum den Monet zu sehen. All das nur, um den Monet zu sehen! Und meine heißen Tränen fließen, zumindest innerlich. Wie müssen die Tränen des Monet fließen, wenn er das sehen könnte? Was sie alles auf sich nehmen, nur um seine Bilder zu sehen! Während Raja und ich in diesem Zusammenhang nichts auf uns genommen haben, haben sie für die Kunst was auf sich genommen! Während Raja und ich in diesem Zusammenhang für die Kunst nicht gelitten haben, haben sie für die Kunst gelitten!  Wie rührend die Dinge dann auch immer wieder liegen auf diesem Planeten! Wie rührend Loving Vincent, der von allen geliebt wird, jetzt. Und Nietzsche weinte, sowieso. Der Mensch hätte gerne Antworten auf seine Fragen und der Yorick mag sich sicher fragen, was für eine Bedeutung die Kunst, die Philosophie, der Geist, das Ideelle, das was er macht, eigentlich hat, angesichts dieser Doppelperspektive, wo die Menschen und die Akademiker, die den Vincent und den Friedrich lieben und sich in langen Schlangen um sie anstellen, den nächsten unbekannten Friedrich Vincent wieder genauso ignorieren. Ewige Wiederkehr des Gleichen. Ist das, was man da macht, eigentlich von kaum einer Bedeutung, oder ist es von einer sehr großen Bedeutung? Spielt es kaum eine Rolle in der Welt, oder eine recht große Rolle in der Welt? Kann man die Welt eigentlich verändern, oder kann man es nicht? Allerdings, das kann sich nicht nur der nach seinem Tod gewaltige, allmächtige Künstler-Philosoph fragen, sondern auch Rockefeller, der Kaiser von China oder Napoleon; oder der Christus oder der Buddha oder der Marx, wie es um die (positiven) Effekte ihrer Wirksamkeit überhaupt bestellt sein kann, in einer Welt wie dieser. Allerdings lässt sich diese Art von Rätsel in meine Sicht vom Chaosmos ja ohne Weiteres integrieren, und gestern Nacht ist mir auch eine blendende Formulierung ins Gehirn geschossen, warum, leider nur habe ich sie vergessen; aber egal: denn das alles IST eben der sich prozessierende Chaosmos, und wenn man will, kann man sich, als keine so schwierige Übung, ja auch selber was dazu ausdenken. Einerseits gefällt es den Menschen immer wieder nicht so, wenn etwas daherkommt, dass sie an Intelligenz und guten Eigenschaften deutlich überschreitet, oder sie haben zumindest oft gemischte Gefühle deswegen; andererseits ist es aber ganz real, dass der Mensch nach etwas strebt und etwas verehrt, Ziele und Inhalte die nobler sind als er. Es gibt ja auch keine größere und authentische und dauerhaftere Verehrung, die die Menschen – und zwar die Menschen ganz allgemein – dem entgegenbringen, das große Noblesse hat, und spirituelle Wahrheit. Noblesse und spirituelle Wahrheit und Bedeutung zu erlangen, bedeutet in der Regel, dass man durch was hindurchgegangen ist, gelitten hat, in der Wüste war, um das Gegebene zu überschreiten und neue Formen und Inhalte zu werfen, so wie es Monet getan hat. Der Monetartige Mensch war in der Wüste, hat sich selbst geprüft und hat gelitten, und jetzt leiden die Menschen für ihn draußen in der Schlange und in der Kälte, nur um ihn zu sehen. Ich bin sehr bewegt und gerührt! Und ein wenig beschämt, außerdem. Die Massen vor der Albertina von vorvorgestern haben für die Kunst gelitten und sie sind wahrhaft durch etwas hindurchgegangen, während die Künstler Raja und ich in dem Zusammenhang für Monet nicht gelitten haben und nicht hindurchgegangen sind. Ja scheiß einer die Wand an.

 

Neues Jahr, neues Glück

Was mich interessiert, ist das Problem des Sehr Tiefen Denkers: Wenn ein Sehr Tiefer Denker, der an der letzten Schicht arbeitet, also jemand wie Laotse oder Dostojewski oder Nietzsche heute daherkommt, was würde der dann sagen? Das Streben des Sehr Tiefen Denkers ist darauf gerichtet, den Status seines Zeitalters festzustellen, und, insofern er an der letzten Schicht arbeitet, dadurch auch den Status aller Zeitalter und eines jeden Zeitalters festzustellen. Armstrong sagt, jenseits der Vollendung der Meditation des Yogi, die darin besteht, dass der Yogi mit den Dingen eins wird, gibt es noch extremere Zustände, die nur von einigen wenigen Yogi erreicht werden können, und die sich allein durch Paradoxien beschreiben ließen: da gibt es eine Leere, die gleichzeitig eine Fülle ist; eine Abwesenheit, die gleichzeitig eine Anwesenheit ist; ein Raum, der raumlos; eine Zeit, die zeitlos; ein Leben und einen Tod jenseits von Leben und Tod, u. dergl. In der Sprache der östlichen Metaphysik ist das, in etwa, das Tao. In der Sprache der westlichen Metaphysik könnte man das, in etwa, als das ontische Potenzial bezeichnen. Das ontische Potenzial suggeriert eine tiefere Schicht als das Sein, mit dem sich Heidegger so intensiv beschäftigt hat. Heidegger gilt manchen als der tiefste Philosoph des 20. Jahrhunderts, der Sehr Tiefe Denker (wie z.B. Wittgenstein) beschäftigt sich aber eher mit dem ontischen Potenzial. Heidegger ist ahnungsvoll und unklar, aber einfach, daher bei der akademischen Philosophie sehr beliebt; die Rede vom ontischen Potenzial ist klar und abgründig, kompliziert und einfach, daher ist davon auszugehen, dass sie bei der akademischen Philosophie sehr unbeliebt sein wird. Insofern es allein durch Paradoxa beschreibbar ist, erscheinen seine klaren Tiefen als hohe Anarchie. Dieses Kreuz musst du tragen, nicht umsonst symbolisiert das Kreuz letztendlich den Zusammenhalt der Welt und die Herrschaft über die vier Himmelsrichtungen. Das Problem des Sehr Tiefen Denkers soll weiter vertieft werden. Neues Jahr, neues Glück.

7 things you don’t know you’re doing because you’re a deep thinker

Another Note about Dichterwahnsinn

Badiou also says that poetry is something that discovers infinite power and potential within language, a ressource of power that is infinite and transcends and shatters any possible contour. I have spoken about the necessity to gain access to the „deep structure“ of literature – which means: the Experimentierfeld ihrer Möglichkeiten (the field of experimentation concerning all the possibilities inherent in literature) – that is the „deep structure“ of literature!  As is also widely known, my approach to literature has strong affinity with the associative and paradoxical logic of dreams. Freud, if I am correct, says that poetry/literature and dreams are practically identical. If we take this together you easily sense that literature and poetry and art is something that is inherently abysmal. That is good, because it negates gravity (as concerns the usual experience) and makes you levitate and drift; that is bad because it negates gravity (as concerns the usual experience) because boundary and solidity evaporate and you´re in a free fall (with the prospect of a probably devastating landing as it suddenly obviously affirms gravity). There is nothing that seems truly solid and secure when you do poetry. You´re easily disoriented and you´re alone. Therein, poetry again resembles madness and you again approach so-called Dichterwahnsinn. Wahnsinn means incoherent identity of signifier and signified and the enterprise of poetry – i.e. to extend the relationship between the signifier and the signified – makes you easily feel revoving between super-sanity and insanity. Art and poetry are subjective truths. If the subjective truth becomes of objective importance, the artwork finds solidity in itself and it is ereted by its own inner strength and stability. The romantic content becomes classic. The romantic aspect means abysmal depth, infinite passion and infinite jest; the classic aspect means pacification of passion, staring into a flat, tamed abyss with tranquil eye, the Apollonian. The romantic content and style becomes a new classicism, in the case of success. End of story.

If we take this to further extremes you may again remember Kafka who, at some point of his career, said that he wouldn´t be interested in mastering poetry and achieving some ideal of classicist mastery over literature and art anymore, but that his sole interest would be to lift „the world into the pure, the real and the  invariable“ („die Welt ins Reine, Wahre, Unveränderliche zu heben“). Indeed, that is the end beyond the (classicist) end of art and any intellectual and spiritual endeavour. Some people, including Kafka, are able to achieve such a state of mind, that is commonly referred to as Satori or the transition/transgression of the (fundamental) phantasma. Rumi says that for him that seeks God, it is impossible to find God. Since in the moment you find God, you will lose yourself in God. Like a river that enters the ocean. Or grain in the soil that becomes a plant. Correspondingly, if you lift the world into the pure, the real and the invariable, you will get „lost“ into the world, a swimmer in the world ocean (who is, however, not incompetend or crazy, but able to swim), the poet´s frenzy/insanity turns into super sanity. The contours of the world and the contour of your subjectivity become the same. And that is what you have in the works of Kafka. Since the world is, to a considerable degree, mad and helpless, you will become, to some considerable degree, mad and helpless as well. From frenzy there is no absolute escape since it is an inherent aspect of the world. However, there is a considerable difference between super sanity and insanity. I wish you a Merry Christmas, not least also to all the unbelievers.

 

Occasional Note about Dichterwahnsinn

Observations on Contemporary Textile Art

There has been a show about contemporary textile art that gave me some terrible thrills. Textile art traditionally is about making clothing and Raumtextilien more beautiful and appealing; contemporary textile art however has emancipated from functional aspects, instead aims at creating artworks and sculptures, focusing on the materiality of textile, colours, interplay, forms and dimensionality and reaching into and occupying space. It often carries a social and political message. I have to say that I like very much the dimensional aspect of that kind of approach. True art is about suggesting a view into another dimension and the exhibition just offered me that. I find it difficult to say much else about it, although I have read about textile art subsequently, I could not study it extensively, but it is also good when impressions overpower the intellectual capacity to exhaustively describe them. As already mentioned, art is also about creating symbols that express the state of the art of contemporary society. As you don´t have an easy state of the art of society that could be expressed e.g. via Warhol´s repetitive soup cans or Beuys` naive but powerful social sculpture nowadays, but a very complex and individualised society, no such obvious symbols seem to be at hand. Overlaying and telescoping stuff seems to be the name of the game contemporarily. Via overlaying and telescoping stuff you create more dimensionality and you create more depth and substance. I have to say that those textile artworks offered me new glimpses about what aesthetics can be. There is a dimensional intensity in them, vibration and reaching into space and territory. It was about time someone came and does something like that.

 

Marlena Kudlicka and Alain Badiou

Unprotected 0 Fig 120° is a tasty and refined sculpture/structure that bears charisma. What makes the specific charismas of such sculptures/structures that are both so silent and so manifest? Well, that they are both so silent and manifest. They are erect, they stand tall (or at least upright), they are constructed and crafted. Craftsmanship, intelligence and refinement they embody. They are manifestations. Due to their impersonality and blatant materiality they appear as objects in this world, as manifestations independent from man. As manifestations that are both personal and impersonal they may be both older than man or younger than man, at any rate they seem to transgress man and stand erect into an indefinite and/or potentially posthuman future – due to their futuristic architecture may even be a call from the posthuman future. They are both dependent from man and independent from man. Because of this, they are both sublime and – as maybe referring to an aesthetic/intellectual category of its own – less-than-sublime, and therefore create a more comprehensive whole. In their silence, they do not speak but seem vocal nevertheless. Maybe they embody some truth, but refuse to speak so that we are forced to enter into a relationship of mimesis and intuitivity to tap the secrets they seem to maintain or to express. They are a frontier to our imagination and confront us with the blank space of our original imagination. In that aspect, they are metaphysical and abysmal. They can only be completed with imagination, they are symbiotic with our imagination. In Marlena Kudlicka´s works sculptures get transgressed into structures. That is an aspect inherent in sculpture, but within the aesthetic approach of MK it gets more distinctly revealed. It becomes an emergent quality. It is transgressive. MK says she is interested not only in „structure“ but also in fragility and error as inherent parts or incremental ingredients of large structures. The delicate nature of construction of her native Poland under communism where building materials where often and unpredictably lacking provide an impetus, intellectually and metaphysically, that reminds us that the inclusion of fragility and error into that which seems solid and erect, greater completeness and substantial quality is achieved. It also reminds us that via the inclusion of idiosyncracy, beauty truly gets achieved, personalised and individualised (technically, beauty is just a combination of qualities in their most average manifestations). Hell yeah, Unprotected 0 Fig 120° is a manifestation! As such, it does not need further or external qualities as it comprises many (and probably paradoxical) qualities and seems a world in itself, a world that that is self-contained. It stands upright, it is solid, compact and affirmative. Indeed, it is a great affirmation! Imagine a little figure that wanders around and affirmatively and determinedly beats a drum – „Here I am! What would you do against me?! Here I am! And you can do nothing about it!“ That would be a personification of Unprotected 0 Fig 120°, at least as I can imagine, as it is presented before my inner eye. Very cute, very powerful, if not brutal. It is a great affirmation, indeed!

French philosopher Alain Badiou advocates that art should become more „affirmative“ again. Within so-called postmodernity, art somehow has lost its edge. Affirmation of particuliarities has undermined the sense of art being an expression of universality, affirmation of (particularised) subjectivity has, in practice, degenerated into an art being for the sake of self-expression without transmitting universal and objective messages and stylistic inventions (and, as one can add, contemporary emphasis on the artist´s biography – like being a member of a minority, being homosexual or having feminist credentials – over the actual art undermines the idea that art is primarily about oeuvre and not about personality). Them particuliarities seek alignment with the grand system of circulation, the art market and with „democracy“ and the democratic system of permissive communication, that, at least according to Badiou, is a system of manipulation and estalishment of a fake consensus. All of that produces averageness and harmlessness. You have an avant-gardism without avant-garde, frail particuliarties, an „inconsistent manifoldness“. Alongside with a „false humility“ that negates that art or philosophy could produce absolute truth, it has become a feeble enterprise. Badiou affirms that art should become (again) about „monumental construction“, about (grandiose) „project“ and about the creative power of weakness and establishing a stark contrast to the forces of establishment. „Art has to be as solid as a mathematical proof, has to come as unexpected as a nightly attack, and has to stand as high as a star.“ Toward the end of his life, Duchamp said that (within a permissive society that consumes and digests avant-gardism, as well as in a post-avant-garde age where artists may have to find radically new ways in order to be able to be truly innovative) the artist of the future will need to go into the underground, and also Badiou says that affirmative art of the future will happen outside the established systems of communication as it is incommensurate with them. As „proletarian aristocratism“, the artwork of the future does not communicate and it does not deliver a direct message, as it delivers a universal message to all, from a standpoint that is both weaker than the establishment and therein more universal, and also stronger than the establishment and therein more universal (and less average). It affirms the potential of art to produce truly powerful and all-inclusive as well as transcendent meaning. Avant-garde has always also been about creating a subjectivity and a territory that the „system“ (and there is always a „system“) cannot truly colonise; thererin you have a dialectics of inclusion and exlusion that is often very demanding for the true artist. – Therein, let us say, that we do not truly know how this art will look like. That we do not truly know how it will look like is, of course, a part of the game, since true art comes unexpectedly. I can also say that art with metaphysical potential is truly in place in contemporary art (though not necessarily at the forefront). I do not know what to think about Badiou´s traditional left-leaning heuristics about „democracy“ and the „systems“ of „democratic communication“ being about or resulting in the production of „false consciousness“, and, more generally, to make concluding and comprehensive statements about contemporary art is an evasive attempt that has been excitingly plagueing me now for years, but maybe we can say that true art is also about the production of powerful and all-inclusive symbols – and in a highly individualised society – where conditions are, to a considerable degree, fulfilled for which the avant-gardists, left-wingers and punks of the past have been fighting for – finding symbols like Warhols repetitive soup cans or a cubist painting as grand signifiers of respective modernity appears much less likely. To find a master signifier seems truly difficult nowadays. Nevertheless, things of depth and of value can be found, indeed. If you think of the master signifier and the symbol and the affirmative art as outlined by Badiou, the consciousness of the deep genius of art of today will both subvert and transcent today´s state of the art of the Weltgeist. It will be the Unitary Consciousness that is the reflection and the meta-level of the Weltgeist. The deep genius of the art inhabitates the bottom of the ocean, where he lives and dwells. Think of an ultra-deep genius of art that forever lives at the bottom of the ocean, whose work will hardly be recognised during his lifetime and forgotten after his demise, because people are forever too stupid to understand him! Fascinating, eh? This is, of course, only a hypothetical case, since people are not stupid.

Cosmo Sapiens

„Cosmosapiens“ by John Hands is one of the most astonishing popular science books I have ever come across. It is about the comprehensive evolution of man dating back to the Big Bang or, as once you have inhaled the whole thing you may be more tempted to say: the mysterious origins of the universe, and trying to expand it into the future of man and of civilisation. There are illnesses running in my family and within myself and a while ago I came to ask my doctor on occasion why medicine still hasn´t managed to get a firm grasp on them and cannot explain them despite decades of effort while in other respects it is obviously working so well. At that time I´ve been specifically impressed by stories in astronomy magazine „Sterne und Weltraum“ about techniques how dust particles are chemically analysed in open space or planets in distant solar systems are detected. Awesome! What progress has been achieved! So why not in medicine? Because nature is, and remains, a wonderful mystery, the friendly Dr Fleischer said. Because, as concerns medicine, we are still living in the stone age, Dr Huber said. Indeed, many of the complex interactions within the body are difficult to grasp. Reading „Cosmosapiens“ however gives you an indication that the triumphant hard sciences aren´t so triumphant either. I have somehow been aware about the limitations and mysteries of and within cosmological and biological theories before, but John Hands comes up with so many question marks that he is able to convincingly shed new light on how doubtful theories and paradigms that seem to stand erect and tall actually are, or may be. Absolutely astonishing his overview not only over entire disciplines but also over stuff theoretical or empirical largely neglected by mainstream academia! I do not want to elaborate much about that since you should read „Cosmosapiens“ yourself, asshole. I like to read „Sterne und Weltraum“ occasionally because I enjoy the apparent ambiente within the community of astronomers and stargazers. Calm, relaxed, tranquil, rational and friendly those people seem to be free of evil or mundane intentions, simply want to do their astronomy and foster progress, in complete innocence (that maybe even borderlines with cute naivete). The peaceful atmosphere of a late Sunday evening where all scores are settled and the good night embraces the heart and the mind. Alas, academia and scientific communities frequently aren´t that way, respectively only at a thin surface. „Postmodernists“ like Foucault or Latour may radiate an exaggerated understanding that also scientific communities are „all“ about power relationships, but given the evidence John Hands provides about how brutal reasonable elements that do not fit into dominant paradigms are frequently oppressed, it makes you think about that again. Granted, scientists are often working at the margins and in a no man´s land, and especially in the United States cosmologists and biologists may be eager to defend the legitimacy of their positions against the religious zealots by trying to present them as more monolithic than they actually are, but what they frequently seem to do deems exaggerated. Consider further that scientific communities and academia are, like the human enterprise at large, including communism, to some considerable degree, a vanity fair that serves as an exhibition hall for egos and egos are inherently fragile and may easily become aggressive when undermined – therefore the Buddha teaches us to leave the ego behind. John Hands´ frequent illustrations about the downsides of scientific communities may appear repetitive, but the frustrations of a highly intelligent person like him whose mind spans entire disciplines is likely to experience in present-day academia seem understandable. „Silence means death/ Stand on your feet/ Inner fear/ Your worst enemy“ sing Sepultura as an adress not to have yourself undermined or grinded within that. As I said, I do not want to get too much into detail as you should read the book yourself. However, my favorite inconsistency mentioned in „Cosmosapiens“ I have not been aware before is that there is actually evidence that quasars aren´t what we like to think, i.e. memories of a very distant cosmic past but proto-galaxies that are considerable less distant in space and time. When I was young I was trying to get every book on astronomy and cosmology possible. I remember, I also bought a book, „Die neue Astronomie“; I was disappointed then as it turned out to be largely not about sexy theories but about experimental radioastronomy. Awesome! Intriguing! Fascinating! I now hope I can still find it somewhere.

Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn

Wirklichkeitssinn (gemeinhin auch genannt „Intelligenz“) bezeichnet die Fähigkeit, die Wirklichkeit, wie sie sich objektiv darstellt, zu erfassen. Es gibt bei Menschen erhebliche Unterschiede in der Ausprägung ihres Wirklichkeitssinnes. Auf dem höchsten Niveau realisiert sich der Wirklichkeitssinn, wenn auf dem Level von theoretischen bzw. theoriefähigen Abstraktionen gedacht wird bzw. die Wahrnehmung der Wirklichkeit auf diesem Level prozessiert wird – wobei „theoriefähig“ bedeutet, dass diese Abstraktionen auch konkret, intern differenziert und mannigfaltig und mobil sind, also eher dynamisch als statisch. Auf dem Level von Abstraktionen zu denken, ist nicht so herkömmlich unter Menschen; wenn es stattfindet, dann hat man meistens figurenhafte Abstraktionen wie „Kapitalismus“ oder „Patriarchat“ oder „Ausländer“ oder „Islam“, also Abstraktionen von Teileinsichten in die Wirklichkeit, die dann als Klammer verwendet werden um die Wirklichkeit vermeintlich als g/Ganzes zu begreifen. Aufgrund von Emotionen neigen Menschen dazu, bestimmten Weltanschauungen (bzw. Teileinsichten) anzuhängen, wobei einer bestimmten Weltanschauung anzuhängen bedeutet, den Wirklichkeitssinn einerseits zu verstärken, andererseits einzuschränken. Emotion und Reflexion stehen jedoch in einem Wechselverhältnis, und eine weiträumige und intelligente Weltsicht steht offensichtlich damit in Verbindung, dass einer weiträumige und intelligente Emotionen hat. Es ist vielleicht gar nicht möglich, die Wirklichkeit oder irgendwas zu fassen, ohne dass Emotionen involviert sind oder aber überhaupt die Grundlage dafür bilden. Das obstinate Beharren auf Heuristiken, die sich bereits als falsch oder inadäquat erwiesen haben, gehört zu den unheimlichsten Phänomenen, die in der menschlichen Wirklichkeit vorkommen. Das, was als „Ego“ bezeichnet wird, hat Schuld daran, allerdings auch die Grenzen des menschlichen Verstehens, innerhalb derer bestimmte, zur jeweiligen Weltanschauung inkongruente Wahrnehmungen sich nicht sinnvoll in die jeweilige Weltanschauung integrieren lassen, was die Grenzen der menschlichen Psychologie meistens sprengt und dem Menschen unverträglich erscheinen mag, oder aber einer Schwächung der eigenen, teilweise berechtigen Position im allgemeinen Machtspiel der Positionen gleichkäme, die man natürlich vermeiden will. Untersuchungen zufolge führt ein hoher IQ dazu, dass man mehr Aspekte einer Sache erfassen kann, man eine Sache auf einem höheren Niveau/Abstraktionslevel erfassen und man mehr Schlussfolgerungen aus einer Sache ziehen kann (was jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Generieren von originären Ideen ist), jedoch nicht, dass man dialektisch denkt, also dass man eine Sache dahingehend hinterfragt, ob ihre Wahrheit möglicherweise außerhalb des Bereiches der vorgefassten Weltanschauung liegen könnte. Ja, man mag sogar feststellen, dass ein hoher IQ gar nicht dazu führen muss, dass einer reflektiertere Rechtfertigungen zur Stützung seiner vorgefassten Weltanschauung heranziehen mag, sondern ohne Weiteres dieselben wie primitive Proleten mit einem niedrigen IQ (insofern raffinierte Begründungen für so einiges an Weltanschauungen und Ansichten gar nicht vorhanden sein mögen). Wenn man sich den Wirklichkeitssinn vorstellt, mag man das innere Bild eines schönen und verzweigten (allerdings nicht unübersichtlich, sondern linear verzweigten) Schaltplanes hervorheben (zumindest, wenn man mit einem gewissen Möglichkeitssinn begabt ist). Das, Schwester, ist der Wirklichkeitssinn. Ein sehr stark ausgeprägter Wirklichkeitssinn begreift wohl die Wirklichkeit als möglichst dynamisch und fluid und nimmt psychologisch Abstand davon, sich zu sehr bestimmten Weltanschauungen zu verschreiben. Dafür ist jedoch offensichtlich auch ein stark ausgeprägter Möglichkeitssinn vonnöten.

Möglichkeitssinn (gemeinhin auch genannt „Kreativität“) bedeutet ein Gespür für die facettenhafte Wesenhaftigkeit und Tiefe eines Gegenstandes und seiner Eingelassenheit in seine Umgebung. Im Unterschied zum Wirklichkeitssinn, der mit logischen Schlussfolgerungen arbeitet, funktioniert der Möglichkeitssinn über das Herstellen von („außerlogischen“) Assoziationen. Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn sind, gemeinhin betrachtet, unterschiedliche Vermögen; ein hoher Wirklichkeitssinn muss nicht mit einem hohen Möglichkeitssinn gemeinsam auftreten, genauso wenig wie umgekehrt. Auf Facebook gibt es zahlreiche Seiten und Gruppen, die sich dem Möglichkeitssinn widmen wie Relax, it`s only Art, Unexpected Journeys to the Mind, Grosa & Nebulosa, Another Cool Page oder I Love My Bitch. Sie sind in der Regel hintergründig (bzw. betreiben ein fortwährendes Spiel zwischen Vordergrund und Hintergrund), tongue-in-cheek und off-the-wall und evozieren unterschiedliche Sinnfelder, in denen ein Gegenstand erscheint (zumindest für den, der mit einem gewissen Möglichkeitssinn begabt ist). Sie stellen den Möglichkeitssinn an sich und in Reinform dar, sind Signifikanten für den Möglichkeitssinn und für die Imagination. Ein gewisser Teil der Leute auf Facebook kann damit nichts anfangen, eine Mehrheit mag das nicht so schlecht finden, eine sehr kleine Minderheit hat einen genuinen und intensiven Bezug dazu. Raja meint, das liege daran, dass meisten Leute keinen genuinen Möglichkeitssinn haben (und ich bin ihr für diese spontane Bezeichnung dankbar, ohne sie hätte es diese Betrachtung nicht gegeben, daher sei diese Betrachtung ihr gewidmet) und so wüssten sie nicht, was sie darin sehen sollten – der Trick liegt darin, dass es eben nichts spezifisches darin zu sehen gibt, als den Abgrund der Imagination selbst. Den Möglichkeitssinn kann man sich vorstellen (wenn man einen gewissen Wirklichkeitssinn hat) als eine Art Gewässer oder Brunnen oder Teich, in dem so einiges passieren und hervor- und heraustreten kann oder über das ein Wasserläufer hüpft und dadurch Schwingungen erzeugt. Der Möglichkeitssinn mag bei dem einen eher ästhetisch ausgeprägt sein, bei einem anderen eher intellektuell. Genau gesagt bedeutet er nicht Kreativität oder Imagination an sich, sondern dass man empfänglich für was ist und damit die Grundlage für Kreativität und Imagination. Möglichkeitssinn, als genuine Grundlage für Kreativität gefasst, ist eine genuine Grundlage für Kunst, zur Kunst ist jedoch notwendig, dass der Möglichkeitssinn sich selbst reflektieren kann und eine Abstraktion über sich selbst bilden kann. Ein hoher Wirklichkeitssinn ist dabei notwendig, um die Eingebungen des Möglichkeitssinnes angemessen zu systematisieren und auf ein hohes Niveau zu heben bzw. auf das Niveau von theoriefähigen Abstraktionen (also z.B. auf das Niveau eines objektiven künstlerischen Stils, der, jenseits eines bloßen Personalstils, objektive kunstgeschichtliche Relevanz gewinnt). Möglichkeitssinn bedeutet, dass man eine Vielzahl von Perspektiven auf eine Sache richten kann und man daher idealerweise weniger von einer bestimmten Perspektive abhängig ist, er erscheint also potenziell als anti-egozentrisch, pluralistisch und öffnend. Realiter ist die individuelle Vision des Möglichkeitssinnes jedoch meistens beschränkt, was zum Beispiel dann dazu führen mag, dass Künstler andere Künstler ablehnen mögen oder sich durch deren jeweilige Vision bedroht fühlen oder ihr mit einem genuinen Unverständnis begegnen. Die tendenziell progressive Haltung, die mit dem Möglichkeitssinn einherzugehen scheint, geht möglicherweise mit einem zu geringen Verständnis für konservative Haltungen einher und verringert dadurch den Wirklichkeitssinn. Das, Schwester, ist der Möglichkeitssinn.

Wirklichkeitssinn kann man mit dem konvergenten Denken assoziieren, Möglichkeitssinn dem divergenten Denken. Wenn beide zusammenspielen, hat man Macht über alle die vier Himmelsrichtungen.

Herman Bang: Stuck

Weil sie die Wahrheit nicht verstehen, müssen sie zur Lüge greifen! Weil ihr Hirn die Wahrheit nicht prozessieren kann, müssen sie sich mit der Lüge identifizieren! Ihre Herzen sind oftmals nicht rein, ihre Herzen stehen auf Kampf, sie wollen sich von der anderen Partei abgrenzen, und das machen sie, indem sie, so wie die andere Partei, zur Lüge greifen, wenn sie mit ihrer Wahrheit am Ende sind, an einen toten Punkt angelangt! Die Wolken ziehen hin, die Wolken ziehen her. D. schreibt etwas und die K. jubilieren: da hat man die Lüge, da hat man die Substanzlosigkeit! Eine Art Klammer öffnet sich jetzt, wenn ich das ansehe, und eröffnet eine gelbe Fläche, die einen tiefrosa Hintergrund überzieht. Ihre Herzen hingegen – wenn sie anders eingestellt sind als die Wirklichkeit: was machen sie dann? Sie greifen zur Lüge, weil ihre Herzen was anderes sagen, viele Menschen können mit ihren Hirnen dann gar nichts anderes machen, ihr Hirn gibt ihnen gar nicht mal die Idee ein, dass man es einsetzen kann: Weil sie ihr Hirn nicht einsetzen können und ihre Herzen verquer sind, müssen sie zur Lüge greifen! Weil ihre Herzen verliebt sind, sind sie genauso gut in die Lüge verliebt! Herz schrumpft zusammen, transformiert sich jetzt in eine kleine, verschrumpelte Erbse: die Seele, raganarauf die Trum, hinein in den Bang gegebenenfalls, am Schacht alles Otze, ich träume vom Regierungschef, der Regierungschef erscheint mir in einer weißen Halle, im höchsten Alter, es sei unerträglich heiß: er habe die Gerechtigkeit geliebt, und die Ungerechtigkeit gehasst – deswegen sterbe er in der Verbannung. In höchstem Alter ist der Regierungschef ein gebrochener Mann. Schnell weg, um die Ecke, was hat man d@———–__LOOOOOOO000Z%/_² €®mmm……undre genowindat, undre! Undre!! Ecken finde ich gut, ich muss jede Ecke berühren, doch was hat man um die Ecke? D. schreibt etwas, die K. springen auf und schreien: „begnadete Schriftstellerin!“ Da hat man die Substanzlosigkeit, wo man das hat, da hat man die Gottverlassenheit! Wir schweben in einem Gefährt aus goldenen Kugel, die Krümmung der Erde wird sichtbar. Am Ende der Gasse, um die Ecke, der Sack und das Ende des Sacks. Hier gibt es nichts mehr, hier ist das Ende allen Denkens. Umgekehrt, nach rammstein, wo ein Mensch brennt. Weil die Wahrheit zu komplex ist für sie, halten sie sich an der Lüge fest – überall. Mir fällt ein Stein vom Herzen. In ihren Herzen klammern sie sich an Zitate.

 Haben wir hier also den Versuch, die Grenzen der herkömmlichen Mitteilung zu erweitern. Grenzen erweitern, mitteilen, und neue Möglichkeiten der Mitteilung zu finden – das ist die gute Tätigkeit. Herman Bang starb seinerzeit arm auf einem Schiff, unter anderem weil er schwul war. „Stuck“ berichtet von der Welt als Fassade. Am Ende der „Optimismus“, dass das Leben weitergeht, nachdem die Pläne gescheitert sind und ein Verlustgeschäft waren. Wisse aber, die Lüge wird nicht dauern.

Das Reich des Saturn

Goethe, der Olympier und der Jupiter, und der Olymp der Wissenschaften. Goethe war ja auch ein bisschen bodenständig. Jenseits des Olymps und des Reiches des Jupiter liegt, in den sich entziehenden Tiefen, das Reich des Saturn. Das Reich der jenseitigen, transzendenten Geister dann, die die materielle Hyle vollständig durchstoßen. Über Perelman hat man bemerkt, nachdem er seinen Jahrhundertbeweis über die Poincaré-Vermutung erbracht hat, sei ihm der Olymp der Wissenschaften offen gestanden, der ihn dann aber nicht mehr interessiert habe. Ja, wie denn auch? Die Zeit im Reich des Kronos ist älter als die Weltzeit, der Raum stürzt in seine eigenen ahnungsvollen Tiefen und gebiert sich fortwährend aus sich selbst heraus, dort. Die Materie wird zu reinem Geist. Über Perelman hat man, nach seinem Verschwinden, bemerkt, jemandem, dem es gelungen sei, die Poincaré-Vermutung zu beweisen, seien die Meinungen der Menschen über ihn wahrscheinlich ganz gleichgültig. Das, was gegenüber der Relativität der Meinungen ganz gleichgültig ist, ist das Absolute. Das Reich des Saturn gilt als schattenhaft. Ja, die Konturen dort sind unermesslich und tiefengestaffelt. Der Olymp und der Geist von Goethe spiegeln alle Welt. Das Reich des Saturn überschreitet alle Welt und kann von aller Welt nicht vermessen werden. Um bei der Mathematik zu bleiben, war Galois, der sich mit gut 21 totschießen hat lassen, auch ein Angehöriger des Reiches des Saturn. Dante gehörte dem Olymp an, Shakespeare war jenseits davon, Büchner war weiter drinnen und Attar ziemlich weit drinnen im Reich des Saturn. Goldenes Einhorn auf Titan!

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